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BIOTOPE UND GRÜNLAND

In Niedersachsen gibt es viele unterschiedliche Naturräume, die für Tier- und Pflanzenarten ein wichtiger Lebensraum sind. Dazu gehören zum Beispiel alte Obstwiesen: Nicht nur Apfel- oder Birnensorten werden hier erhalten, die unsere Großeltern schon als Kinder kannten. Für Insekten und Kleinstlebewesen, für Nager und andere kleine Säugetiere sind die Wiesen Nahrungsquelle und Lebensort.

Schaut man über Niedersachsens Landschaften, findet man auch viele grüne Wiesen. Diese können sehr besonders sein, nämlich dann, wenn dort auch krautige Pflanzen wachsen oder eine Beweidung bewusst eingesetzt wird, um das Wachsen von Büschen und Bäumen zu verhindern. Auch die Erhaltung unserer Kulturlandschaft spielt also im Naturschutz eine Rolle. Fachbegriffe hierfür sind dann „Mesophiles Grünland“ oder „Feucht- und Nassgrünland“. Das Grünland ist oftmals strukturreich, das heißt, dass auch kleine Wälle, Hecken oder Säume vorhanden sind, die unterschiedlichsten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten.

Fortschritt: Die Arbeitsgruppe Naturschutz hat sich darauf verständigt, mesophiles Grünland, artenreiches Feucht- und Nassgrünland sowie Streuobstwiesen als weitere geschützte Biotope in das Naturschutzgesetz aufzunehmen.

Der Landtag hat am 10. November 2020 einstimmig die Änderungen im Niedersächsischen Naturschutzgesetz beschlossen.