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PFLANZENSCHUTZMITTEL

Die Deutsche Ackerbaustrategie sieht vor, dass deutlich weniger Pflanzenschutzmittel verwendet werden sollen. Daher haben sich die Partner des Niedersächsischen Wegs verpflichtet, konkrete und verbindliche Ziele zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln zu erstellen. Dabei sollen insbesondere Anreize gesetzt werden, um moderne Technik anzuschaffen oder freiwillig auf Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Außerdem soll ein digitales Überwachungssystem für die Herkunft der Mittel etabliert werden.

Ziel ist es, die bestehende biologische Vielfalt zu sichern und beeinträchtigte Lebensräume und Arten in die Lage zu versetzen, sich zu regenerieren. Daher ist die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in Landschaftsschutzgebieten, die ein Natura 2000-Gebiet sichern, und auf Dauergrünland in Naturschutzgebieten grundsätzlich verboten.

Fortschritt: Verschiedene Strategien und Aktionspläne werden im „Eckpunktepapier zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln“ beschrieben Die Ausgestaltung dieser Maßnahmen wird in der bis Mitte 2021 zu erarbeitenden PSM-Reduktionsstrategie näher definiert; dabei werden der steigende Flächenanteil der ökologischen Landwirtschaft, Gewässerrandstreifen ohne Einsatz von PSM sowie finanzielle Anreize zur Reduktion des PSM-Einsatzes berücksichtigt werden. Eine Regelung für die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten wurde nun im Naturschutzgesetz (NAGBNatSchG § 25 a) verankert, zusätzlich ist ein Papier zu Schadschwellen für den Einsatz von PSM vereinbart worden, um den Einsatz in Schutzgebieten nachhaltig zu reduzieren.